Synonyme: Gesundheitstourismus, Behandlung im Ausland
Medizintourismus bedeutet, dass medizinische Behandlungen oder Diagnostik gezielt im Ausland durchgeführt werden, zum Beispiel aus Kosten-, Termin- oder Spezialisierungsgründen.
Häufig werden MRT, CT oder Röntgen im Ausland durchgeführt, etwa vor Operationen oder zur Abklärung akuter Beschwerden. Technisch sind viele Einrichtungen sehr gut ausgestattet. Unterschiede bestehen jedoch oft in Terminologie, Protokollen und Befundstandards.
Bei weitreichenden Entscheidungen ist wichtig, dass Befundtext und Bildzeichen zusammenpassen, die Dringlichkeit realistisch eingeschätzt wird und Empfehlungen nachvollziehbar sind. Eine strukturierte Zweitmeinung kann helfen, Unsicherheit zu reduzieren und nächste Schritte klar zu planen.
Entscheidend ist ein vollständiger Bilddatensatz (idealerweise im DICOM-Format) und möglichst auch Voraufnahmen. So lassen sich Befunde konsistent vergleichen und besser einordnen.
Radiologische Untersuchungen im Ausland können technisch hochwertig sein – entscheidend ist jedoch eine einheitliche und belastbare Einordnung nach medizinischen Standards. Gerade bei Befunden aus dem Ausland hilft eine unabhängige Zweitmeinung, Unsicherheiten zu klären und Therapieentscheidungen fundiert zu treffen.
Mehr zur radiologischen Zweitmeinung bei Befunden aus dem Ausland erfahren
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2026