Verimedis Gesundheitslexikon

Begriffe aus Radiologie & Medizin einfach erklärt

Unser Lexikon unterstützt Sie mit fundierten Informationen rund um Begriffe aus radiologischer Diagnostik, medizinischen Befunde und wichtigen Gesundheitsthemen.

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A

Adenomyose
Adenomyose bezeichnet gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe in der Muskelschicht der Gebärmutter. Sie kann starke Blutungen, Regelschmerzen und chronische Unterbauchbeschwerden verursachen.
Altersbedingte Wirbelsäulenveränderungen
Natürliche strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule im Laufe des Lebens, häufig ohne Krankheitswert.
Aneurysma
Umschriebene Erweiterung einer Arterie – radiologisch in CT- oder MR-Angiografie nachweisbar.
Aortendissektion
Akute oder chronische Einriss-Erkrankung der Aortenwand. CT/MRT zeigen Dissektionsmembran, wahres/falsches Lumen und Ausdehnung.
Architekturstörung der Brust
Veränderung der normalen Bruststruktur ohne klaren Herd.
Arthrose
Verschleißbedingte Gelenkveränderung – sichtbar in Röntgen und MRT.

B

Baker-Zyste
Flüssigkeitsansammlung in der Kniekehle – meist Folge einer Gelenkentzündung oder Arthrose.
Bandscheibenvorfall
Vorwölbung oder Austritt von Bandscheibenmaterial – kann Nerven reizen und Schmerzen verursachen.
Bandscheibenvorwölbung
Vorwölbung der Bandscheibe ohne Riss des Faserrings – Ursache für Rückenschmerzen.
Bauchspiegelung
Die Bauchspiegelung ist ein minimal-invasiver Eingriff zur Betrachtung der Bauchhöhle. Sie kann zur Diagnose und Behandlung von Endometriose eingesetzt werden.
Benigne Prostatavergrößerung
Nicht-bösartige Vergrößerung der Prostata – erkennbar im Ultraschall oder MRT.
BI-RADS
Standardisiertes Klassifikationssystem zur Bewertung von Befunden in der Brustbildgebung.
Bildgebungsprotokoll
Zusammenstellung der Sequenzen (MRT), Phasen (Kontrastmittel) und Rekonstruktionen (CT), die die diagnostische Aussagekraft einer Untersuchung bestimmt.
Biochemisches Rezidiv bei Prostatakarzinom
Anstieg des PSA nach Operation oder Bestrahlung als Hinweis auf mögliches Wiederauftreten des Prostatakarzinoms; häufige Indikation für PSMA-PET/CT.
Bosniak-Klassifikation
Radiologisches Klassifikationssystem zur Einordnung zystischer Nierenläsionen anhand von CT- oder MRT-Merkmalen.

C

Calcium-Score
CT-basierter Risikomarker für koronare Verkalkung. Aussage hängt von Technik, Rekonstruktion und klinischem Kontext ab.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Lang andauernde Entzündungen des Darms – sichtbar in MRT oder CT durch Wandverdickungen und Schleimhautveränderungen.
Computertomographie (CT)
Schnelles Schnittbildverfahren mit Röntgenstrahlung – geeignet für Lunge, Knochen, Darstellung von Blutgefäßen, Notfallmedizin u.v.m.
CT-Angiographie (CTA)
Kontrastmittelgestützte CT-Untersuchung zur Darstellung von Arterien und Venen, z.B. bei Gefäßengstellen oder Aneurysma-Fragestellung.

D

Darmkrebs
Bösartige Neubildung des Dick- oder Enddarms – sichtbar in CT, MRT oder Kolonographie.
DICOM
Standardformat für radiologische Bilddaten (z.B. CT/MRT) inklusive Serien, Metadaten und Darstellungseinstellungen.

E

Endometriom
Ein Endometriom ist eine meist im Eierstock gelegene Zyste im Zusammenhang mit Endometriose. In der Bildgebung kann sie ein wichtiger Hinweis auf die Erkrankung sein.
Endometriose
Endometriose bezeichnet gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Typische Beschwerden sind Unterbauchschmerzen, zyklusabhängige Schmerzen und unerfüllter Kinderwunsch.
Enzephalitis
Entzündung des Gehirns, oft infektiös oder autoimmun. MRT hilft bei Mustererkennung und Differenzialdiagnosen.

F

Facettengelenksarthrose
Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke – häufige Ursache für Rückenschmerz, im MRT/CT beurteilbar.
Fettleber
Vermehrte Fetteinlagerung in der Leber – häufig durch Stoffwechsel oder Medikamente bedingt.
Fibroadenom
Häufige gutartige Gewebeveränderung der Brust.
Fokale noduläre Hyperplasie (FNH)
Gutartige, häufig zufällig entdeckte Leberveränderung mit charakteristischen radiologischen Merkmalen und geringem Risiko.

G

Gallenstein
Feste Ablagerungen in der Gallenblase oder den Gallengängen – sichtbar im Ultraschall, CT oder MRT.

H

Heel Fat Pad Syndrom
Schmerzen unter der Ferse, weil das natürliche Fettpolster als Stoßdämpfer dünner oder weniger elastisch ist.
Herdbefund
Bildgebender Begriff für eine umschriebene Auffälligkeit, die weiter eingeordnet werden muss.
Herz-CT
Computertomografie des Herzens zur Beurteilung der Herzkranzgefäße und Verkalkungen – empfohlen bei niedriger bis mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit einer koronaren Herzerkrankung.
Herz-MRT
Magnetresonanztomografie des Herzens zur Beurteilung von Funktion, Durchblutung und Gewebeveränderungen — inklusive Stress-MRT bei Verdacht auf Ischämie.
Hirntumor
Raumfordernde Neubildung im Gehirn – sichtbar in der MRT oder auch CT durch Struktur- und Signalveränderungen.
Hydronephrose
Pathologische Erweiterung des Nierenbeckenkelchsystems durch eine Harnabflussstörung.
Hämangiom
Gutartige Gefäßveränderung – häufig Zufallsbefund in Leber oder Wirbelsäule.

I

Impingement der Hüfte (FAI)
Mechanisches Anstoßen zwischen Hüftkopf und Pfanne – häufige Ursache für Leistenschmerz.
Inzidentalom
Zufällig entdeckte Raumforderung der Nebenniere. Entscheidend sind radiologische Einordnung, Hormonaktivität und Abgrenzung gegenüber malignen Läsionen.

K

Kardiomyopathie
Erkrankung des Herzmuskels mit Funktionsstörung – sichtbar in MRT durch Struktur- und Bewegungsanalyse.
Knochenmarködem
Signalveränderung im MRT als Ausdruck von Überlastung, Kontusion, Stressreaktion oder Entzündung – erfordert Kontext.
Kontrastmittel
Substanzen zur besseren Darstellung von Geweben in CT und MRT – individuell dosiert und überwacht.
Kontrastmittelphase
Kontrastmittelphasen sind Zeitpunkte nach Kontrastmittelgabe im CT/MRT. Je nach Fragestellung sind bestimmte Phasen entscheidend, um Läsionen sicher einzuordnen.
Kontrastmittelverstärkter Ultraschall (CEUS)
Ultraschallverfahren mit Kontrastmittel zur Darstellung der Durchblutung von Geweben.
Koronare Herzerkrankung (KHK)
Durchblutungsstörung des Herzmuskels durch Verengung der Herzkranzgefäße – sichtbar in CT- oder MR-Angiografie.
Kreuzbandriss
Ruptur oder Teilruptur des Kreuzbands – im MRT anhand direkter Zeichen und Begleitmuster beurteilbar.

L

Late Gadolinium Enhancement (LGE)
Herz-MRT-Technik nach Kontrastmittelgabe zur Darstellung von Narben, Fibrose oder entzündlich bedingten Gewebeveränderungen im Myokard.
Leberadenom
Gutartiger Lebertumor mit relevantem Blutungsrisiko – MRT-gestützt differenzierbar.
Lungenrundherd (Nodulus)
Kleiner Knoten in der Lunge – häufig harmlos, erfordert aber je nach Größe und Verlauf Kontrolle.
Lymphknoten
Filterstationen des Immunsystems – können reaktiv oder krankhaft vergrößert sein.
Läsion
Eine Läsion ist eine umschriebene Auffälligkeit in einem Organ oder Gewebe. Sie kann gutartig, entzündlich oder tumorbedingt sein und wird in CT/MRT weiter eingeordnet.

M

Magnetresonanztomographie (MRT)
Schnittbildverfahren ohne Röntgenstrahlen – liefert detailreiche Weichteilkontraste.
Medizintourismus
Geplante medizinische Behandlung oder Diagnostik im Ausland, oft aus Kosten- oder Termin-Gründen. Befunde und Standards können variieren.
Meningitis
Entzündung der Hirnhäute. MRT/CT helfen, Komplikationen zu erkennen und Meningitis von Enzephalitis oder anderen Ursachen abzugrenzen.
Metastase
Metastasen sind Absiedlungen eines Tumors in anderen Organen oder Lymphknoten. In CT/MRT wird bewertet, ob ein Befund metastasenverdächtig ist und wie sicher die Einordnung ist.
Mikroangiopathie
Chronische Veränderungen kleiner Hirngefäße. Häufiger Nebenbefund im MRT, wichtig in der Abgrenzung zu MS und Entzündung.
Mikrokalk
Feine Kalkablagerungen in der Brust, sichtbar in der Mammographie.
MR-Angiographie (MRA)
MRT-basierte Gefäßdarstellung, je nach Technik mit oder ohne Kontrastmittel, z.B. für Gehirn-, Hals- oder Nierengefäße.
MRCP
Spezielle MRT-Technik zur detaillierten Darstellung von Gallenwegen und Pankreasgang, meist ohne Kontrastmittel.
Multiple Sklerose
Chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems – charakteristische Läsionen in der MRT.
Myelopathie
Funktionsstörung des Rückenmarks, häufig durch Druck, Durchblutung oder Entzündung. MRT zeigt Kompression und Signalveränderungen.
Myokarditis
Entzündung des Herzmuskels. In der Herz-MRT beurteilbar über Ödemzeichen und Narbenmuster (z.B. LGE) im Protokollkontext.

N

Nebennierenadenom
Gutartige Raumforderung der Nebenniere, oft Zufallsbefund. Wichtig sind Hormonaktivität und die sichere Abgrenzung gegenüber Metastasen und anderen Läsionen.
Nierenzellkarzinom
Bösartiger Tumor der Niere, häufig als Zufallsbefund in CT oder MRT entdeckt.

O

Osteoporose
Verminderte Knochendichte – erhöhtes Risiko für Brüche, vor allem an Wirbelsäule oder Hüfte.

P

Pankreatitis
Akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit unterschiedlichen Ursachen, Symptomen und Verlaufsmustern.
Phäochromozytom
Seltener, meist gutartiger Tumor der Nebenniere, der Stresshormone produziert und zu Blutdruckkrisen führen kann. Die sichere radiologische und klinische Einordnung ist entscheidend.
PI-RADS
Standardisiertes Bewertungssystem der Prostata-mpMRT zur Einschätzung des Risikos für klinisch relevantes Prostatakarzinom.
Pleuraerguss
Ansammlung von Flüssigkeit zwischen Lunge und Rippenfell – erkennbar in Röntgen, Ultraschall oder CT.
Pneumonie (Lungenentzündung)
Akute Entzündung des Lungengewebes – in Röntgen und CT als Verdichtung sichtbar.
Prostatakarzinom
Bösartige Neubildung der Prostata – sichtbar in der multiparametrischen MRT.
Prostatitis
Entzündliche Veränderungen der Prostata, die in der mpMRT tumorähnliche Muster erzeugen und die PI-RADS-Einstufung beeinflussen können.
PSMA-PET/CT
Molekulare Bildgebung zur Lokalisation von Prostatakarzinom-Herden im Körper durch PSMA-Tracer und CT-Korrelation.
PSMA-RADS
Strukturiertes System zur Klassifikation von Läsionen in der PSMA-PET/CT zur standardisierten Befundung und Einordnung.

R

RECIST
RECIST ist ein Standard zur Messung und Verlaufsbewertung von Tumorläsionen in der Bildgebung. Er hilft, Veränderungen unter Therapie nachvollziehbar zu klassifizieren.
Restaging
Restaging ist eine erneute Bewertung des Tumorstadiums, z.B. nach Therapie oder bei Verdacht auf Progress. Häufig mit CT/MRT und Vergleich zu Voraufnahmen.
Rotatorenmanschettenriss
Riss der Sehnen der s.g. Rotatorenmanschette – häufige Ursache für Schulterschmerz und Bewegungseinschränkung.
Röntgen
Klassische Röntgenaufnahme – schnell, weit verbreitet, ideal zur Beurteilung von Knochen und Lunge.
Rückenschmerzen
Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule – nicht selten ohne strukturelle Ursache.

S

Schilddrüsenknoten
Umschriebene Gewebeveränderung in der Schilddrüse – meist gutartig, teils abklärungsbedürftig.
Schlaganfall
Akute Durchblutungsstörung des Gehirns. Bildgebung (CT/MRT) klärt Blutung vs. Infarkt und steuert die Therapie.
Sinusvenenthrombose
Thrombose der venösen Hirnabflusswege. MRT/MRV oder CT/CTV sichern die Diagnose und zeigen Folgezeichen wie venöse Infarkte.
Sonographie (Ultraschall)
Strahlungsfreie Echtzeit-Bildgebung – ideal für Bauchorgane, Schilddrüse, Gefäße und Weichteile.
Spinalkanalstenose
Verengung des Wirbelkanals – häufige Ursache für Rückenschmerz und Gehbeschwerden im Alter.
Staging
Staging beschreibt, wie weit sich eine Tumorerkrankung im Körper ausgedehnt hat. Es basiert häufig auf CT und MRT und hat entscheidenden Einfluss auf die Therapieplanung.
Synovitis
Entzündung der Gelenkinnenhaut – im MRT (ggf. mit Kontrastmittel) beurteilbar, wichtig bei entzündlichen Ursachen.

T

Tief infiltrierende Endometriose
Tief infiltrierende Endometriose ist eine Form der Endometriose, bei der Herde tiefer in Gewebe oder Organe einwachsen. Das MRT kann helfen, Ausdehnung und Organbeteiligung einzuschätzen.
Tomosynthese
Erweiterung der Mammographie mit schichtweiser Darstellung, die Überlagerungen reduziert und Befunde besser abgrenzen kann.

V

Verlaufskontrolle
Verlaufskontrollen prüfen in der Onkologie, ob Befunde unter Therapie stabil bleiben, zurückgehen oder zunehmen. Wichtig sind Voraufnahmen und reproduzierbare Messungen.
Verwachsungen
Verwachsungen sind narbige Verklebungen zwischen Organen oder Gewebestrukturen. Im Becken können sie bei Endometriose, Entzündungen oder nach Operationen auftreten.

W

Warnzeichen bei Rückenschmerzen
Klinische Hinweise, die auf eine potenziell ernste Ursache von Rückenschmerzen hindeuten.

Z

Zyste
Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Körper – häufig harmlos, teils aber abklärungsbedürftig bei atypischem Bild.