Synonyme: Gelenkhautentzündung, aktive Synovitis, Synovialitis
Synovitis bezeichnet eine Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovia). Sie kann bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, nach Reizung durch Arthrose, nach Verletzungen oder bei Infektionen auftreten. Häufig ist sie mit einem Gelenkerguss kombiniert.
Bildgebung wird häufig veranlasst bei Schwellung, Überwärmung, nächtlichem Schmerz, Bewegungseinschränkung oder unklarer Entzündungsaktivität. Die MRT ist besonders geeignet, um Synovia, Erguss, Knochenmarkreaktionen und Weichteilbeteiligung zu beurteilen. In bestimmten Fragestellungen kann Kontrastmittel helfen, aktive Synovitis von reinem Erguss abzugrenzen.
Radiologisch wird auf Synovialverdickung, Kontrastmittelaufnahme, Ergussmenge und Begleitzeichen geachtet (Enthesitiden, Knochenmarködem, Erosionen, Weichteilreaktion). Entscheidend ist, ob Verteilung und Muster zu einer entzündlichen Systemerkrankung, zu degenerativer Reizung oder zu infektiösen Prozessen passen.
Eine Synovitis ist ein Hinweis auf aktive Entzündung, die klinisch abgeklärt werden sollte. Die Bildgebung kann Differenzialdiagnosen strukturieren, ersetzt aber nicht den klinischen Kontext (Labor, Verlauf, klinische Untersuchung).
Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei degenerativer Reizung stehen meist konservative Maßnahmen im Vordergrund. Bei entzündlich-rheumatischer Ursache kann eine gezielte medikamentöse Therapie erforderlich sein. Bei Verdacht auf Infektion ist rasches ärztliches Vorgehen entscheidend.
Eine Zweitmeinung ist besonders hilfreich, wenn die Frage im Raum steht, ob ein Muster eher degenerativ, entzündlich oder infektiös ist und welche Zusatzinformationen die Aussage absichern.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026