Synonyme: Instabilität des Sprunggelenks, chronische Sprunggelenkinstabilität, Knöchelinstabilität
Eine Sprunggelenkinstabilität liegt vor, wenn die stabilisierenden Strukturen des Sprunggelenks ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Betroffene können das Gefühl haben, dass das Gelenk unsicher ist oder wiederholt wegknickt.
Die Stabilität des Sprunggelenks wird durch das Zusammenspiel von Knochen, Bändern, Muskeln und Sehnen gewährleistet. Besonders wichtig sind die Außenbänder, das Innenband und die Syndesmose zwischen Schienbein und Wadenbein.
Verletzungen dieser Strukturen können die mechanische Führung des Gelenks beeinträchtigen.
Nein. Eine im MRT sichtbare Bandruptur oder Teilruptur bedeutet nicht automatisch eine relevante mechanische Instabilität.
Einige verletzte Bandstrukturen können weiterhin ausreichend stabilisieren oder durch andere Strukturen kompensiert werden. Deshalb muss die Bedeutung eines Bänderrisses im Zusammenhang mit dem gesamten Verletzungsmuster beurteilt werden.
Die MRT zeigt die verletzten Bänder und mögliche Begleitverletzungen sehr detailliert. Sie wird jedoch normalerweise in Ruhe durchgeführt.
Ob sich Knochen unter Belastung unzulässig gegeneinander bewegen, lässt sich deshalb nicht in jedem Grenzfall allein aus dem MRT ableiten. Je nach Fragestellung können ergänzende Belastungs- oder dynamische Untersuchungen erforderlich sein.
Bei vielen Bandverletzungen entscheidet die Stabilität wesentlich darüber, ob eine konservative Behandlung ausreichend ist oder eine operative Stabilisierung erwogen werden muss.
Besonders bei einer Syndesmoseverletzung ist diese Unterscheidung wichtig.
Ob ein im MRT sichtbarer Bänderriss tatsächlich zu einem instabilen Sprunggelenk passt, lässt sich häufig erst aus dem gesamten Bildbefund beurteilen.
Sprunggelenk-MRT durch spezialisierte Radiologen erneut beurteilen lassen
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026
Unsicher bei Ihrem Befund? Holen Sie sich eine zweite, unabhängige Meinung von unseren erfahrenen Radiologinnen und Radiologen.