Synonyme: Osteochondraler Transfer, OATS, Mosaikplastik, Knorpel-Knochen-Transplantation
Bei einer osteochondralen Transplantation werden Gelenkknorpel und der unmittelbar darunterliegende Knochen gemeinsam in einen geschädigten Gelenkbereich übertragen. Das Verfahren dient der Behandlung ausgewählter umschriebener Knorpel- beziehungsweise Knorpel-Knochen-Defekte.
„Chondral“ bezieht sich auf den Knorpel, „osteo“ auf den Knochen. Ein osteochondraler Defekt betrifft deshalb nicht ausschließlich den Gelenkknorpel, sondern auch den darunterliegenden Knochen.
Bei einer körpereigenen Transplantation werden ein oder mehrere Knorpel-Knochen-Zylinder aus einem weniger belasteten Bereich des Gelenks entnommen und in den Defekt eingesetzt.
Werden mehrere kleinere Zylinder verwendet, wird teilweise von einer Mosaikplastik gesprochen. Für bestimmte Verfahren findet sich auch die Abkürzung OATS.
Eine osteochondrale Transplantation kann bei ausgewählten fokalen Knorpeldefekten erwogen werden. Besonders relevant kann sie sein, wenn auch der darunterliegende Knochen betroffen ist.
Ob das Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem von Größe, Lage und Tiefe des Defekts sowie vom Zustand des übrigen Gelenks ab.
Im MRT können der Knorpeldefekt und der darunterliegende Knochen gemeinsam beurteilt werden. Radiologinnen und Radiologen achten insbesondere auf:
Diese Begleitbefunde können für die Wahl eines knorpelerhaltenden Verfahrens wesentlich sein.
Wird aufgrund eines MRT-Befundes eine Knorpeloperation diskutiert, sollte nicht nur der Knorpelgrad, sondern auch der Zustand des darunterliegenden Knochens und des gesamten Kniegelenks berücksichtigt werden.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 23. August 2026
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