Synonyme: Bone Marrow Edema, Knochenmarkreaktion, Bone Bruise
Ein Knochenmarködem bezeichnet eine Signalveränderung im Knochenmark, die vor allem im MRT sichtbar wird. Es ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Bildmuster mit verschiedenen möglichen Ursachen, etwa Trauma, Überlastung, Arthrose, Entzündung oder Durchblutungsstörung.
MRT wird häufig eingesetzt bei Belastungsschmerz, nach Trauma, bei Verdacht auf okkulte Fraktur oder bei unklaren Schmerzen ohne eindeutigen Röntgenbefund. CT kann ergänzend wichtig sein, wenn eine knöcherne Frakturstruktur genauer beurteilt werden muss.
Entscheidend sind Lokalisation, Ausdehnung, Begleitzeichen (Frakturlinie, Knorpelschaden, Erguss, Weichteilreaktion) und das Muster. Radiologisch wird geprüft, ob das Muster eher zu Kontusion, Stressreaktion, degenerativer Reizung oder entzündlicher Aktivität passt.
Die Bedeutung hängt stark vom klinischen Kontext ab. Ein Knochenmarködem kann die Schmerzursache erklären, kann aber auch eine Begleitreaktion sein. Wichtig ist die Abgrenzung zwischen reversibler Überlastung und Befunden mit höherem Risiko, etwa bei Verdacht auf insuffizienzbedingte Fraktur.
Häufig stehen Belastungsreduktion, Anpassung der Aktivität und physiotherapeutische Maßnahmen im Vordergrund. Bei Verdacht auf Stressfraktur, Instabilität oder unklarer Ursache kann eine Verlaufskontrolle oder ergänzende Diagnostik sinnvoll sein.
Eine Zweitmeinung hilft, Ursache, Muster und Relevanz von Knochenmarködemen sauber zu trennen. Das ist besonders wichtig, wenn Therapieentscheidungen davon abhängen.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026