Knochenmarködem


Synonyme: Bone Marrow Edema, Knochenmarkreaktion, Bone Bruise


Ein Knochenmarködem bezeichnet eine Signalveränderung im Knochenmark, die vor allem im MRT sichtbar wird. Es ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Bildmuster mit verschiedenen möglichen Ursachen, etwa Trauma, Überlastung, Arthrose, Entzündung oder Durchblutungsstörung.

Wann wird eine Bildgebung durchgeführt?

MRT wird häufig eingesetzt bei Belastungsschmerz, nach Trauma, bei Verdacht auf okkulte Fraktur oder bei unklaren Schmerzen ohne eindeutigen Röntgenbefund. CT kann ergänzend wichtig sein, wenn eine knöcherne Frakturstruktur genauer beurteilt werden muss.

Wie wird ein Knochenmarködem befundet?

Entscheidend sind Lokalisation, Ausdehnung, Begleitzeichen (Frakturlinie, Knorpelschaden, Erguss, Weichteilreaktion) und das Muster. Radiologisch wird geprüft, ob das Muster eher zu Kontusion, Stressreaktion, degenerativer Reizung oder entzündlicher Aktivität passt.

Was bedeutet der Befund?

Die Bedeutung hängt stark vom klinischen Kontext ab. Ein Knochenmarködem kann die Schmerzursache erklären, kann aber auch eine Begleitreaktion sein. Wichtig ist die Abgrenzung zwischen reversibler Überlastung und Befunden mit höherem Risiko, etwa bei Verdacht auf insuffizienzbedingte Fraktur.

Welche Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung?

Häufig stehen Belastungsreduktion, Anpassung der Aktivität und physiotherapeutische Maßnahmen im Vordergrund. Bei Verdacht auf Stressfraktur, Instabilität oder unklarer Ursache kann eine Verlaufskontrolle oder ergänzende Diagnostik sinnvoll sein.

Eine Zweitmeinung hilft, Ursache, Muster und Relevanz von Knochenmarködemen sauber zu trennen. Das ist besonders wichtig, wenn Therapieentscheidungen davon abhängen.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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