Synonyme: Endometriosis
Endometriose bedeutet, dass sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Diese Herde können auf hormonelle Veränderungen im Zyklus reagieren und Beschwerden verursachen. Häufig betroffen sind Eierstöcke, Bauchfell, Darm, Blase oder Bänder im kleinen Becken.
Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich. Typisch sind starke Regelschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang und manchmal ein unerfüllter Kinderwunsch. Nicht jede Endometriose ist im gleichen Maß schmerzhaft.
Ein MRT des Beckens kann wichtige Hinweise auf Endometriose geben, vor allem auf tief infiltrierende Endometriose, Endometriome oder eine begleitende Adenomyose. Besonders wichtig sind ein passendes Bildgebungsprotokoll und Erfahrung in der Befundung.
Die Diagnose ergibt sich aus Beschwerden, gynäkologischer Untersuchung und Bildgebung. In manchen Fällen wird zusätzlich eine Bauchspiegelung durchgeführt, etwa wenn die Situation unklar bleibt oder eine Behandlung geplant ist.
Die MRT-Untersuchung kann zeigen, ob Endometriose-Herde sichtbar sind, welche Regionen betroffen und ob Organe wie Darm oder Blase mitbeteiligt sind. Das ist vor allem vor einer Therapieentscheidung oder Operation wichtig.
Bei Verdacht auf Endometriose kann die radiologische Einordnung entscheidend sein, besonders wenn Beschwerden bestehen, der Erstbefund unklar ist oder eine Operation im Raum steht.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 8. März 2026