Synonyme: Außenbandriss, Bänderriss am Sprunggelenk, Supinationstrauma, Umknickverletzung
Eine Außenbandverletzung am Sprunggelenk entsteht meist durch ein Umknicken des Fußes nach innen. Dabei können die Bänder an der Außenseite des oberen Sprunggelenks überdehnt, teilweise eingerissen oder vollständig gerissen werden.
Häufig treten Schmerzen und Schwellung im Bereich des Außenknöchels auf. Je nach Ausmaß der Verletzung können zusätzlich ein Bluterguss, eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen beim Auftreten bestehen.
Nicht jede Außenbandverletzung führt jedoch zu einer dauerhaften Instabilität. Viele Verletzungen heilen unter konservativer Behandlung gut aus.
Bei einer Außenbandverletzung liegt der Schmerz typischerweise direkt am Außenknöchel. Eine Syndesmoseverletzung verursacht dagegen häufig Beschwerden etwas oberhalb des Sprunggelenks zwischen Schienbein und Wadenbein.
Auch der Unfallmechanismus unterscheidet sich häufig. Außenbandverletzungen entstehen meist beim klassischen Umknicken, während Syndesmoseverletzungen häufiger durch Rotationskräfte verursacht werden.
Bei unkomplizierten Außenbandverletzungen ist nicht immer eine MRT erforderlich. Sie kann jedoch sinnvoll sein, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark oder anhaltend sind, eine komplexere Bandverletzung vermutet wird oder Begleitverletzungen abgeklärt werden sollen.
Im MRT können neben den Außenbändern auch Knorpel, Sehnen, Knochen und die Syndesmose beurteilt werden.
Auch ein vollständiger Außenbandriss muss nicht automatisch operiert werden. Entscheidend sind unter anderem Verletzungsmuster, Stabilität, Begleitverletzungen und individuelle Anforderungen.
Wenn nach einer Sprunggelenksverletzung mehrere Strukturen betroffen sind oder der MRT-Befund nicht zu Ihren Beschwerden passt, kann eine unabhängige erneute Bildbeurteilung sinnvoll sein.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026
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