Synonyme: NME, flächige Kontrastmittelaufnahme, nicht raumfordernde Kontrastmittelaufnahme
Non-Mass-Enhancement, häufig abgekürzt als NME, ist ein Begriff aus der Mamma-MRT. Er beschreibt eine flächige Kontrastmittelaufnahme im Brustgewebe, bei der kein klar abgegrenzter Knoten sichtbar ist.
Wörtlich bedeutet Non-Mass-Enhancement etwa „Kontrastmittelaufnahme ohne Masse“. Gemeint ist: Ein Areal in der Brust nimmt Kontrastmittel auf, sieht aber nicht wie ein einzelner runder oder ovaler Knoten aus. Stattdessen erscheint die Veränderung eher flächig, linienförmig, segmental oder fleckig verteilt.
Non-Mass-Enhancement ist zunächst nur eine Beschreibung im Bild. Es ist keine Diagnose und bedeutet nicht automatisch Brustkrebs. Solche Areale können gutartig sein, zum Beispiel durch hormonelle Aktivität, Entzündungen, Narben oder gutartige Gewebeveränderungen. In bestimmten Mustern kann ein Non-Mass-Enhancement aber auch verdächtig sein und eine weitere Abklärung erfordern.
Entscheidend ist nicht nur, dass eine flächige Kontrastmittelaufnahme vorhanden ist. Wichtig sind vor allem Muster und Verhalten der Veränderung.
Je nach Bildmerkmalen kann ein Non-Mass-Enhancement als wahrscheinlich gutartig, kontrollbedürftig oder verdächtig eingestuft werden. Die Einordnung erfolgt häufig nach BI-RADS. Bei einem verdächtigen Befund kann eine gezielte Abklärung nötig sein, zum Beispiel durch Ultraschall, Mammographie oder eine Brustbiopsie.
Non-Mass-Enhancement gehört zu den Befunden in der Brust-MRT, die besonders viel Erfahrung erfordern. Es gibt harmlose und abklärungsbedürftige Ursachen, die sich im ersten Eindruck ähneln können. Deshalb sind Voraufnahmen, die genaue Technik der Untersuchung und die systematische Befundung besonders wichtig.
Wenn in Ihrem Befund ein Non-Mass-Enhancement oder eine unklare flächige Kontrastmittelaufnahme beschrieben wird, kann eine unabhängige Zweitmeinung helfen. Unsere spezialisierten Radiologen prüfen die Bilder und ordnen ein, ob die empfohlene Kontrolle oder Biopsie nachvollziehbar ist.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 17. Mai 2026