Myelopathie


Synonyme: Rückenmarksschädigung, Zervikale Myelopathie (je nach Lokalisation)


Myelopathie bezeichnet eine Schädigung oder Funktionsstörung des Rückenmarks (Myelon). Ursachen sind häufig Druck auf das Rückenmark (z.B. im Rahmen eines Bandscheibenvorfalls), Durchblutungsstörungen oder entzündliche Prozesse. Klinisch können Gangunsicherheit, Schwäche, Gefühlsstörungen oder feinmotorische Probleme auftreten.

Wann wird eine Bildgebung durchgeführt?

Bei entsprechenden Symptomen ist die MRT der Wirbelsäule die zentrale Untersuchung. Sie erlaubt die Beurteilung von Rückenmark, Bandscheiben, Spinalkanal und Nervenstrukturen.

Wie wird Myelopathie im MRT beurteilt?

Radiologisch werden Kompressionsgrad, Segmenthöhe und Signalveränderungen im Rückenmark beurteilt, z. B. T2-Signalsteigerungen als Hinweis auf relevante Belastung oder Schädigung. Wichtig ist zudem die Abgrenzung zu entzündlichen Läsionen.

Was bedeutet der Befund?

Eine Myelopathie ist häufig klinisch relevant, weil sie auf eine strukturelle oder entzündliche Ursache hinweist, die gezielt behandelt werden muss. Die Interpretation hängt stark davon ab, ob die Bildzeichen zur Symptomatik passen und wie ausgeprägt die Veränderungen sind.

Warum kann eine Zweitmeinung sinnvoll sein?

Die Frage, ob Bildbefunde an der Wirbelsäule tatsächlich das Rückenmark betreffen, ist für Therapieentscheidungen zentral. Eine neuroradiologische Zweitmeinung kann helfen, Myelonzeichen präzise zu beurteilen und Kompressionsgrad und Signalzeichen konsistent.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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