Mikroangiopathie


Synonyme: Zerebrale Mikroangiopathie, Small Vessel Disease, Gefäßbedingte Marklagerveränderungen


Mikroangiopathie beschreibt chronische Veränderungen der kleinen Blutgefäße im Gehirn. Im MRT zeigt sie sich häufig als Marklagerveränderungen (weiße Substanz), besonders bei höherem Alter oder vaskulären Risikofaktoren.

Wann wird Mikroangiopathie in der Bildgebung relevant?

Oft ist Mikroangiopathie ein Zufallsbefund, der bei MRT-Untersuchungen wegen Kopfschmerz, Schwindel oder anderen Symptomen auffällt. Wichtig ist dann die Einordnung: passt das Muster zu Risikofaktoren oder spricht es eher für andere Ursachen?

Wie wird Mikroangiopathie im MRT beurteilt?

Radiologen beurteilen Ausprägung, Verteilung und Begleitzeichen (z. B. Lakunen, Mikroblutungen, Hirnatrophie). Entscheidend ist die Abgrenzung zu entzündlichen oder demyelinisierenden Veränderungen, etwa bei MS.

Was bedeutet der Befund?

Mikroangiopathie ist häufig Ausdruck eines langfristigen Gefäßprozesses. Sie erklärt nicht automatisch akute Beschwerden, kann aber das Risiko für Schlaganfall oder kognitive Veränderungen mit beeinflussen. Die Interpretation sollte klinisch eingebettet erfolgen.

Warum kann eine Zweitmeinung hilfreich sein?

Marklagerveränderungen werden häufig als Mikroangiopathie beschrieben, sind aber nicht immer eindeutig zuzuordnen. Eine neuroradiologische Zweitmeinung kann helfen, unspezifische Veränderungen von entzündlichen oder demyelinisierenden Mustern abzugrenzen und ihre klinische Relevanz realistisch einzuschätzen.

Mehr zur neuroradiologischen Zweitmeinung bei unklaren MRT-Befunden des Gehirns erfahren

Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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