Meningitis


Synonyme: Hirnhautentzündung


Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen), die Gehirn und Rückenmark umgeben. Ursachen können infektiös (z. B. viral oder bakteriell) oder seltener nicht infektiös sein. Typische Beschwerden sind Kopfschmerz, Fieber, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl.

Wann wird eine Bildgebung durchgeführt?

Die Diagnose wird klinisch und über Labor/Liquor gestellt. Bildgebung wird häufig eingesetzt, um Komplikationen zu erkennen oder alternative Ursachen auszuschließen, insbesondere bei schweren Verläufen, neurologischen Ausfällen, Immunsuppression oder unklarem Verlauf. Je nach Situation kommen CT (rasch verfügbar) oder MRT (detaillierter) zum Einsatz.

Wie wird eine Meningitis im MRT/CT beurteilt?

Im MRT achten Radiologen auf Kontrastmittelanreicherung der Hirnhäute (meningeales Enhancement), begleitende Flüssigkeitsräume, Zeichen erhöhter Druckverhältnisse sowie mögliche Komplikationen wie Abszesse, Ventrikulitis oder Gefäßbeteiligung. Das CT kann wichtige Warnzeichen (z. B. Blutung, Raumforderung, Hydrozephalus) erfassen, ist für subtile meningeale Befunde aber weniger sensitiv.

Abgrenzung zur Enzephalitis

Bei der Enzephalitis steht eine Entzündung des Gehirngewebes im Vordergrund, bei der Meningitis die Hirnhäute. Mischbilder (Meningoenzephalitis) sind möglich. Bildgebung hilft vor allem dabei, Muster einzuordnen und Komplikationen zuverlässig zu erkennen.

Warum kann eine Zweitmeinung sinnvoll sein?

Bei Verdacht auf Meningitis ist die Bildgebung wichtig, um Komplikationen zu erkennen und andere Ursachen sicher abzugrenzen. Eine neuroradiologische Zweitmeinung kann helfen, meningeale Befunde konsistent zu bewerten und die Aussagekraft der Untersuchung im klinischen Kontext einzuordnen.

Mehr zur neuroradiologischen Zweitmeinung bei MRT und CT von Gehirn und Hirnhäuten erfahren

Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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