Synonyme: Digitale Brusttomosynthese, DBT, 3D-Mammographie
Die Tomosynthese (digitale Brusttomosynthese, DBT) ist eine Erweiterung der Mammographie, bei der die Brust aus mehreren Winkeln aufgenommen und anschließend schichtweise rekonstruiert wird. Dadurch lassen sich Überlagerungen des Drüsengewebes besser auflösen.
Tomosynthese kann die Beurteilbarkeit verbessern, wenn die Mammographie durch Überlagerungen limitiert ist, zum Beispiel bei Asymmetrien, Verdichtungen oder subtilen Strukturen. Auch bei architektonischer Verzerrung kann DBT die Darstellung erleichtern.
DBT kann Herde und Verzerrungen klarer darstellen, ersetzt aber nicht automatisch weitere Diagnostik. Je nach Fragestellung bleiben Zusatzaufnahmen, gezielter Ultraschall oder ein Mamma-MRT sinnvoll. Für bestimmte Kalkmuster sind ergänzende Projektionen weiterhin relevant.
Auch mit Tomosynthese bleiben Befunde manchmal grenzwertig. Entscheidend ist die Kombination aus Bildqualität, vollständigem Protokoll, korrekter BI-RADS-Einordnung und Vergleich mit Voraufnahmen. Daraus ergibt sich die passende Empfehlung: Kontrolle, Abklärung oder Biopsie.
Tomosynthese kann die Brustbildgebung deutlich verbessern, aber die Konsequenz hängt von einer präzisen, konsistenten Einordnung ab. Eine Zweitmeinung kann helfen, die Aussagekraft der DBT realistisch zu bewerten, Befunde zwischen Modalitäten zu korrelieren und den nächsten Schritt klar zu definieren.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2026