Synonyme: Zerebrale Sinusvenenthrombose, Hirnvenenthrombose, SVT
Sinusvenenthrombose ist ein Blutgerinnsel in den venösen Abflusswegen des Gehirns (Sinus durae matris). Sie kann Kopfschmerz, Sehstörungen, Krampfanfälle oder neurologische Ausfälle verursachen und ist eine wichtige Differenzialdiagnose bei atypischen Kopfschmerzen.
Bei klinischem Verdacht werden spezielle Gefäßdarstellungen eingesetzt, z. B. CT-Venographie oder MRT/MR-Venographie. Ziel ist der sichere Nachweis oder Ausschluss einer venösen Thrombose und die Beurteilung möglicher Komplikationen.
Beurteilt werden Füllungsdefekte in den Sinus, der venöse Abfluss und mögliche Folgezeichen wie venöse Infarkte oder Blutungen. Die Bildqualität und die passende Technik sind entscheidend, da normale Varianten die Interpretation erschweren können.
Die Diagnose beeinflusst das Vorgehen unmittelbar, häufig mit Antikoagulation und Verlaufskontrollen. Gleichzeitig ist die klinische Einordnung wichtig, da Symptome und Bildbefunde in Ausprägung stark variieren können.
Venöse Gefäßerkrankungen des Gehirns können in der Bildgebung subtil sein und werden nicht immer eindeutig erkannt. Eine neuroradiologische Zweitmeinung kann helfen, Gefäßdarstellungen korrekt zu interpretieren, Normvarianten von Pathologie zu trennen und sinnvolle nächste Schritte zu empfehlen.
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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026