PSMA-PET/CT kombiniert eine PET-Untersuchung mit einem CT. Sie nutzt Tracer, die an PSMA (Prostate Specific Membrane Antigen) binden, um tumorverdächtige Herde beim Prostatakarzinom sichtbar zu machen.
Typische Anwendungen sind Staging bei High-Risk-Konstellation, die Rezidivsuche bei steigendem PSA und die Beurteilung der Therapietauglichkeit bei PSMA-gerichteten Verfahren (Radioligandentherapie).
Die PET zeigt die Traceraufnahme. Die sichere Einordnung erfordert die anatomische Zuordnung im CT: Wo liegt die Aufnahme genau, passt sie zu Lymphknoten, Knochen, Organen oder physiologischen Strukturen?
Nicht jede Aufnahme ist tumorbedingt. Physiologische Uptake-Muster, ganglionäre Strukturen, benigne Knochenveränderungen oder unspezifische Entzündungsprozesse können ebenfalls zur Traceraufnahme und somit diagnostischer Unsicherheit führen. Eine strukturierte Klassifikation reduziert Fehldeutungen.
Die Relevanz hängt von Verteilung, Befundlast und Kontext ab (z.B. PSA-Wert, Vorbehandlungen). Entscheidend ist, wie sicher eine Läsion als tumorbedingt eingestuft werden kann.
Eine Zweitmeinung kann helfen, PSMA-PET/CT-Befunde strukturiert einzuordnen und die Plausibilität jeder Auffälligkeit zu prüfen. Das ist besonders hilfreich, wenn Therapieentscheidungen davon abhängen.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026