Synonyme: Placenta accreta, Placenta increta, Placenta percreta
Eine Plazentahaftungsstörung liegt vor, wenn sich der Mutterkuchen (Plazenta) während der Schwangerschaft nicht nur an die Schleimhaut anheftet, sondern pathologisch tief in die Muskelschicht (Myometrium) oder sogar darüber hinaus einwächst. Je nach Eindringtiefe unterscheiden Mediziner zwischen Placenta accreta, increta und percreta.
Das größte Risiko für eine Haftungsstörung ist eine vorgeschädigte Gebärmutterwand, insbesondere durch vorangegangene Kaiserschnitte (Sectionarben). Nistet sich die Plazenta genau im Bereich einer alten, dünnen Narbe ein, fehlt die natürliche Trennschicht.
Da Haftungsstörungen unter der Geburt zu lebensgefährlichen Blutungen führen können, ist die vorgeburtliche Diagnostik essenziell. Neben dem spezialisierten Ultraschall gilt die Becken-MRT für Schwangere als Goldstandard, um das genaue Ausmaß des Einwachsens vor der Entbindung dreidimensional zu kartieren und die Geburt interdisziplinär zu planen.
Besteht bei Ihrer Schwangerschaft der Verdacht auf eine Plazentahaftungsstörung, z.B. im Bereich einer alten Narbe? Unsere spezialisierten Radiologen werten Ihr MRT fundiert und zeitnah aus.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Mai 2026