PI-RADS


Synonyme: Prostate Imaging Reporting and Data System


PI-RADS (Prostate Imaging Reporting and Data System) ist ein standardisiertes Bewertungssystem für die multiparametrische Prostata-MRT (mpMRT). Ziel ist eine möglichst einheitliche Einschätzung, wie wahrscheinlich ein klinisch relevantes Prostatakarzinom ist.

Was wird bewertet?

PI-RADS basiert auf typischen Bildmerkmalen in T2, DWI/ADC und ggf. dynamischer Kontrastmittelserie. Je nach Zone (periphere Zone vs. Transitionalzone) hat eine Sequenz besonderes Gewicht.

Wie wird PI-RADS eingeordnet?

Die Skala reicht von 1 (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unauffällig) bis 5 (sehr wahrscheinlich). Die korrekte Einstufung hängt wesentlich von Bildqualität, korrekter Zonenzuordnung und Erfahrung des Radiologen ab.

Typische Fallstricke

Häufige Ursachen für Fehlinterpretationen sind entzündliche Veränderungen, benigne Knoten der Transitionalzone und Artefakte. Auch Blutungsreste nach Biopsie können die Beurteilbarkeit deutlich einschränken.

Was bedeutet ein PI-RADS-Befund praktisch?

PI-RADS ist ein radiologisches Risikomaß, keine histologische Diagnose. Ob eine Biopsie sinnvoll ist, hängt zusätzlich von klinischen Faktoren ab (z.B. PSA-Verlauf, PSA-Dichte, Vorbefunde). Entscheidend ist, wie belastbar die Einstufung im konkreten Datensatz ist.

Wenn eine PI-RADS-Einstufung unklar wirkt oder die Konsequenzen weitreichend sind, kann eine strukturierte Zweitmeinung helfen: nachvollziehbare Kriterien, konsistente Zonenzuordnung und klare Aussage zur Belastbarkeit.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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