Synonyme: Herzmuskelentzündung
Myokarditis bezeichnet eine Entzündung des Herzmuskels. Sie kann nach Infekten auftreten, aber auch andere Ursachen haben. Die Beschwerden sind unspezifisch und reichen von Brustschmerz und Luftnot bis zu Rhythmusstörungen.
Bildgebung wird eingesetzt, wenn der klinische Verdacht besteht oder unklare Beschwerden eingeordnet werden sollen. Besonders wichtig ist die Herz-MRT, weil sie neben der reinen Funktion auch Gewebeveränderungen, also die Entzündung im Herzmuskel, direkt darstellen kann.
Radiologisch wird geprüft, ob Zeichen für Ödem und/oder Schädigung des Herzmuskels vorliegen. Entscheidend sind Verteilung und Muster (z.B. subepikardial oder midwall), die Bildqualität und die Frage, ob die Kriterien im jeweiligen Protokoll zuverlässig beurteilbar sind.
Ein MRT-Befund kann helfen zu unterscheiden, ob eher aktive Entzündung oder eher ein abgelaufener Befund mit Narbenanteilen vorliegt. Die klinische Einordnung bleibt zentral: Symptome, Laborwerte (z.B. Troponin, Entzündungsparameter) und EKG beeinflussen die Bewertung wesentlich.
Je nach Konstellation werden Verlaufskontrollen, belastungsabhängige Empfehlungen und eine kardiologische Mitbeurteilung geplant. Bei unvollständigem Protokoll oder eingeschränkter Bildqualität sollte klar benannt werden, welche Aussagen sicher möglich sind und welche nicht.
Bei Verdacht auf Myokarditis ist entscheidend, ob Zeichen für aktive Entzündung oder eher ein abgelaufener Befund vorliegen. Eine strukturierte Zweitmeinung hilft, Protokollqualität, Kriterien und Befundmuster verständlich einzuordnen.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2026