Kreuzbandriss


Synonyme: Vorderes Kreuzband (VKB) Ruptur, Kreuzbandläsion, ACL-Ruptur


Ein Kreuzbandriss betrifft meist das vordere Kreuzband (VKB) und entsteht häufig durch Verdrehtrauma oder Sportverletzungen. Das Kreuzband stabilisiert das Knie, besonders gegen eine vordere Verschiebung des Schienbeins und Rotationsbewegungen.

Wann wird eine Bildgebung durchgeführt?

Bei Instabilitätsgefühl, akuter Schwellung, Belastungsschmerz oder nach Trauma wird häufig ein MRT durchgeführt. Das MRT zeigt Kreuzband, Menisken, Knorpel sowie typische Begleitverletzungen. CT oder Röntgen können ergänzend relevant sein, wenn knöcherne Verletzungen vermutet werden.

Wie wird ein Kreuzbandriss im MRT befundet?

Radiologen achten auf direkte Zeichen (Kontinuitätsunterbrechung, Faseraufweitung, Fehlstellung) und indirekte Zeichen wie Knochenprellungsmuster, vordere Tibiatranslation oder Begleitläsionen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Teilruptur und kompletter Ruptur sowie die Einschätzung begleitender Schäden.

Was bedeutet der Befund?

Die Relevanz hängt vom klinischen Stabilitätsbefund, Aktivitätsniveau und Begleitverletzungen ab. Nicht jede bildgebende Auffälligkeit bedeutet eine funktionell relevante Instabilität, und umgekehrt können subtile Risse klinisch relevant sein.

Welche Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung?

Optionen reichen von konservativer Rehabilitation mit gezieltem Training bis zur operativen Rekonstruktion, insbesondere bei Instabilität, hohen sportlichen Anforderungen oder Begleitverletzungen. Die Bildgebung unterstützt die Entscheidung, indem sie Verletzungsmuster und Begleitbefunde strukturiert darstellt.

Eine präzise MRT-Bewertung hilft, Teilrupturen, Begleitmuster und mögliche Instabilitätszeichen konsistent einzuordnen. Das verbessert die Therapieplanung und reduziert Fehlentscheidungen.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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