Facettengelenksarthrose


Synonyme: Spondylarthrose, Wirbelgelenksarthrose, Facettengelenkdegeneration


Facettengelenksarthrose (auch Spondylarthrose) beschreibt den Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke an der Wirbelsäule. Diese Gelenke stabilisieren die Wirbelsäule und beeinflussen die Beweglichkeit. Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke kann Schmerzen verursachen, muss es aber nicht.

Wann wird eine Bildgebung durchgeführt?

Eine Bildgebung erfolgt häufig bei Rückenschmerzen, ausstrahlenden Beschwerden oder Verdacht auf mechanische Engstellen. Die MRT zeigt Gelenkerguss, Entzündungszeichen und Weichteile, die CT beurteilt knöcherne Umbauten besonders detailliert.

Wie wird eine Facettengelenksarthrose befundet?

Radiologisch werden Gelenkspalt, Osteophyten, Sklerosen, ggf. Gelenkerguss und das Zusammenspiel mit anderen degenerativen Veränderungen bewertet. Entscheidend ist, ob die Veränderungen zu Rezessus-/Foramen-Engstellen beitragen und ob die Seite/Etage zur Klinik passt.

Was bedeutet der Befund?

Facettengelenksarthrose ist häufig und kann altersentsprechend sein. Klinisch relevant wird sie eher, wenn Muster und Lokalisation plausibel zu Beschwerden passen oder wenn sie mechanische Engstellen mit beeinflusst. Oft liegen mehrere Befunde gleichzeitig vor, etwa Bandscheibenveränderungen plus Facettendegeneration.

Welche Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung?

Meist wird zunächst konservativ behandelt (Bewegung, Physiotherapie, Belastungssteuerung). In ausgewählten Fällen können infiltrative Maßnahmen diskutiert werden. Bildgebung hilft, die betroffene Etage präzise zu benennen und Befunde zu priorisieren.

Gerade an der Wirbelsäule ist die Einordnung von Befunden entscheidend; nicht jede sichtbare Veränderung verursacht automatisch Beschwerden. Eine Zweitmeinung kann helfen, Facettengelenksarthrose im Gesamtzusammenhang korrekt zu gewichten.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2026

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