Synonyme: Rückenschmerz, Lumbalgie, Kreuzschmerz
Rückenschmerzen sind Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, am häufigsten in der Lendenwirbelsäule. Sie zählen zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden überhaupt und betreffen Menschen aller Altersgruppen.
In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen. Das bedeutet, dass keine eindeutige strukturelle Ursache wie ein Bandscheibenvorfall, eine Fraktur oder eine Entzündung nachweisbar ist. Muskelverspannungen, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und psychische Faktoren spielen häufig eine zentrale Rolle.
Eine Bildgebung ist bei Rückenschmerzen nicht routinemäßig erforderlich. Sie wird empfohlen, wenn sogenannte Warnzeichen vorliegen oder wenn die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten und sich trotz konservativer Behandlung nicht bessern.
Je nach Fragestellung kommen Röntgen, CT oder vor allem die MRT zum Einsatz. Die MRT ist besonders geeignet, um Bandscheiben, Nerven, Rückenmark und Weichteile darzustellen.
Bildgebende Verfahren können unterschiedliche Befunde sichtbar machen, etwa Bandscheibenveränderungen, Einengungen des Wirbelkanals oder altersbedingte Abnutzungserscheinungen.
Wichtig ist: Nicht jeder auffällige Befund erklärt die Schmerzen. Viele Veränderungen finden sich auch bei beschwerdefreien Menschen. Entscheidend ist immer die Einordnung der Bilder im Zusammenhang mit den klinischen Beschwerden.
Rückenschmerzen lassen sich häufig nicht allein durch Bildgebung erklären. Die Befundung erfordert Erfahrung, um zwischen behandlungsbedürftigen Ursachen und Zufallsbefunden zu unterscheiden.
In vielen Fällen stehen konservative Maßnahmen wie Bewegung, Physiotherapie und gezieltes Training im Vordergrund. Eine bildgebende Untersuchung dient dann vor allem dazu, ernsthafte Ursachen auszuschließen oder die Therapie gezielt zu steuern.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2026