Rückenschmerzen


Synonyme: Rückenschmerz, Lumbalgie, Kreuzschmerz


Rückenschmerzen sind Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, am häufigsten in der Lendenwirbelsäule. Sie zählen zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden überhaupt und betreffen Menschen aller Altersgruppen.

In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen. Das bedeutet, dass keine eindeutige strukturelle Ursache wie ein Bandscheibenvorfall, eine Fraktur oder eine Entzündung nachweisbar ist. Muskelverspannungen, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und psychische Faktoren spielen häufig eine zentrale Rolle.

Wann wird eine Bildgebung durchgeführt?

Eine Bildgebung ist bei Rückenschmerzen nicht routinemäßig erforderlich. Sie wird empfohlen, wenn sogenannte Warnzeichen vorliegen oder wenn die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten und sich trotz konservativer Behandlung nicht bessern.

Je nach Fragestellung kommen Röntgen, CT oder vor allem die MRT zum Einsatz. Die MRT ist besonders geeignet, um Bandscheiben, Nerven, Rückenmark und Weichteile darzustellen.

Wann bei Rückenschmerzen tatsächlich eine MRT-Untersuchung sinnvoll ist und wann eine frühe Bildgebung meist keinen zusätzlichen Nutzen bringt, erklären wir ausführlicher im Beitrag Rückenschmerzen: Wann ist ein MRT sinnvoll?

Was zeigt die Bildgebung bei Rückenschmerzen?

Bildgebende Verfahren können unterschiedliche Befunde sichtbar machen, etwa Bandscheibenveränderungen, Einengungen des Wirbelkanals oder altersbedingte Abnutzungserscheinungen.

Wichtig ist: Nicht jeder auffällige Befund erklärt die Schmerzen. Viele Veränderungen finden sich auch bei beschwerdefreien Menschen. Entscheidend ist immer die Einordnung der Bilder im Zusammenhang mit den klinischen Beschwerden.

Ein häufiger Grund für Unsicherheit ist die Frage, ob Rückenschmerzen durch einen Bandscheibenvorfall verursacht werden. Was Begriffe wie Protrusion, Extrusion oder Sequester im MRT bedeuten und warum nicht jede Bandscheibenveränderung die Beschwerden erklärt, lesen Sie in unserem Befunddolmetscher zum Bandscheibenvorfall.

Was bedeutet der Befund?

Rückenschmerzen lassen sich häufig nicht allein durch Bildgebung erklären. Die Befundung erfordert Erfahrung, um zwischen behandlungsbedürftigen Ursachen und Zufallsbefunden zu unterscheiden.

In vielen Fällen stehen konservative Maßnahmen wie Bewegung, Physiotherapie und gezieltes Training im Vordergrund. Eine bildgebende Untersuchung dient dann vor allem dazu, ernsthafte Ursachen auszuschließen oder die Therapie gezielt zu steuern.

Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 30. August 2026

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