Synonyme: degenerative Wirbelsäulenveränderungen, Verschleiß der Wirbelsäule
Altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule entstehen im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses. Dazu zählen Abnutzungserscheinungen an Bandscheiben, Wirbelkörpern und kleinen Wirbelgelenken.
Diese Veränderungen sind im MRT oder CT sehr häufig sichtbar, auch bei Menschen ohne Rückenschmerzen. Sie stellen daher nicht automatisch eine Erkrankung dar.
Häufige Befunde sind Höhenminderungen der Bandscheiben, knöcherne Anbauten (Spondylophyten) oder leichte Einengungen des Wirbelkanals. Solche Veränderungen entwickeln sich meist langsam über Jahre.
Entscheidend ist, dass Befund und Beschwerden nicht gleichzusetzen sind. Altersbedingte Veränderungen können vorhanden sein, ohne Schmerzen zu verursachen.
Die radiologische Aufgabe besteht darin, altersübliche Veränderungen von tatsächlich schmerzrelevanten Befunden zu unterscheiden und diese korrekt zu kommunizieren.
In vielen Fällen sind keine invasiven Maßnahmen erforderlich. Bewegung, gezieltes Training und konservative Therapie stehen im Vordergrund.
Eine fachkundige Befundinterpretation kann helfen, unnötige Behandlungen zu vermeiden und realistische Erwartungen an die Bildgebung zu vermitteln.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2026