Synonyme: Lymphadenopathie, vergrößerter Lymphknoten
Lymphknoten sind kleine Filterstationen des Immunsystems. Sie reagieren auf Infekte, Entzündungen oder Tumorzellen und können sich vorübergehend vergrößern. Die meisten Vergrößerungen sind harmlos und bilden sich von selbst zurück.
Bei tastbaren oder länger bestehenden Knoten liefert die Sonographie erste Hinweise. Bei tiefer liegenden Lymphknoten – etwa im Brust- oder Bauchraum – kommen CT oder MRT zum Einsatz.
Radiolog*innen achten auf Größe, Form, Binnenstruktur, Ränder und Durchblutung. Reaktive Lymphknoten sind meist länglich und homogen, krankhafte dagegen rundlich oder inhomogen. Auch der Vergleich zu Voraufnahmen ist oft entscheidend.
Ein vergrößerter Lymphknoten bedeutet nicht automatisch etwas Schlimmes. Infekte, Impfreaktionen oder Entzündungen sind häufige Ursachen, hier spricht man von einer reaktiven Lymphknotenvergrößerung. Nur bei verdächtigen Mustern wird eine weitere Abklärung empfohlen.
Vergrößerte Lymphknoten sind häufig, ihre Bedeutung hängt jedoch stark vom Gesamtbild ab. Eine erfahrene radiologische Zweitmeinung kann helfen, reaktive von behandlungsrelevanten Veränderungen zu unterscheiden.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 8. Februar 2026