Synonyme: Herzmuskelerkrankung
Kardiomyopathie ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Erkrankungen des Herzmuskels, die zu einer verminderten Pumpfunktion oder strukturellen Veränderung des Herzens führen. Ursachen sind vielfältig – genetisch, entzündlich oder durch Überlastung. Manche dieser Erkrankungen führen zu einer Verdickung (Hypertrophie), andere zu einer Aussackung (Dilatation) oder zu einer vermehrten Einschrenkung der Beweglichkeit und Elastizität des Herzmuskels.
Das Herz-MRT ist das wichtigste Verfahren, um Funktion, Narben und Gewebeveränderungen zu beurteilen. Es hilft, den Typ der Erkrankung (z. B. dilatativ, hypertroph, restriktiv) zu unterscheiden.
Radiolog*innen bewerten Wanddicke, Kontraktilität und Narbenmuster. Die späte Kontrastmittelanreicherung zeigt geschädigtes Gewebe und erlaubt Rückschlüsse auf die Ursache.
Die Bildgebung unterstützt die gezielte Therapieplanung – etwa ob eine medikamentöse Behandlung, ein Defibrillator oder eine Transplantation erforderlich ist.
Bei Kardiomyopathien hängt die Einordnung oft an Details wie Muster, Messmethodik, LGE-Verteilung und Funktionseinschränkung. Lassen Sie Ihre Herz-MRT oder Herz-CT deshalb unabhängig prüfen, um Fehleinstufungen zu vermeiden und die nächsten Schritte gezielt zu planen.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 9. Februar 2026