Synonyme: Cholelithiasis, Steinleiden der Gallenblase
Gallensteine sind feste Ablagerungen aus Gallebestandteilen, die sich in der Gallenblase oder den Gallengängen bilden können. Sie bestehen meist aus Cholesterin oder Pigmenten und können Beschwerden verursachen, wenn sie den Abfluss der Galle behindern.
Eine Sonographie (Ultraschall) ist die wichtigste Methode, wenn Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit oder Gelbfärbung der Haut auftreten. Bei komplizierten Fällen helfen CT oder MRT (MRCP), die Lage und mögliche Entzündungen genau zu erkennen.
Im Ultraschall erscheinen Steine als helle Strukturen mit Schallschatten. Das MRT kann zusätzlich Engstellen oder Entzündungen der Gallengänge zeigen. Radiolog*innen achten auf Größe, Zahl und mögliche Gallenstauung.
Gallensteine verursachen oft keine Beschwerden und müssen nicht entfernt werden. Führt der Stein jedoch zu Koliken oder Entzündungen, ist meist eine operative Entfernung sinnvoll.
Nicht jeder auffällige Befund des Gallesystems ist behandlungsbedürftig. Eine differenzierte radiologische Beurteilung hilft, relevante Abflussstörungen von Zufallsbefunden zu unterscheiden.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 8. Februar 2026