Synonyme: Osteoarthrose, Gelenkverschleiß
Arthrose bezeichnet den schleichenden Verschleiß der Gelenkknorpel. Mit der Zeit reibt Knochen auf Knochen, was Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen verursachen kann.
Bei anhaltenden Gelenkbeschwerden zeigen Röntgen oder MRT das Ausmaß der Veränderungen. Das Röntgenbild zeigt Gelenkspaltverschmälerung und Knochenumbau, das MRT zusätzlich Knorpel, Sehnen und Gelenkflüssigkeit.
Radiologen bewerten Form, Knorpelhöhe, Knochenreaktionen und Entzündungszeichen. Die Befundung kann helfen, die Ursache der Schmerzen zu unterscheiden – etwa Arthrose, Entzündung oder Fehlstellung.
Nicht jede Arthrose muss behandelt werden. Entscheidend sind die Beschwerden und die Belastbarkeit des Gelenks. Es bedarf klinischer und bildgebender Erfahrung, um das Ausmaß realistischer einzuschätzen und Behandlungsoptionen abzustimmen – von Bewegungstherapie bis Gelenkersatz.
Arthrose bedeutet nicht automatisch eine Gelenkprothese (TEP). In vielen Fällen können konservative Maßnahmen Beschwerden deutlich lindern:
Welche Therapie sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund, den Beschwerden und dem Aktivitätsniveau ab. Für diese Entscheidung ist eine sorgfältige Bildauswertung und Klassifikation des genauen Arthrosestadiums und der Knorpelqualität essenziell. Lassen Sie deshalb Ihre Bilder durch spezialisierte Radiologen prüfen, um unnötige Eingriffe zu vermeiden.
Medizinisch geprüft von Dr. med. D. Schroth, Facharzt für Radiologie · Zuletzt aktualisiert am 8. Februar 2026